Tag 1 – 08.09.2017 – Ein langer Flug und eine Ankunft mit Hürden und Hindernissen

Um 04:25 Uhr stand ich in der Abflughalle des Düsseldorfer Flughafen. Ich begab mich direkt zum Check-In Schalter um mein Gepäck aufzugeben. Leider musste ich mich bereits hier in einer Schlange anstellen. Für nicht einmal 6 Personen die vor mir standen, brauchten die noch leicht umnächtigten Damen an den beiden Schaltern knapp 20 Minuten. Da ich aber sehr früh am Flughafen war (mein Flug sollte um 07:20 Uhr starten), machte ich mir noch keine Sorgen, auch wenn mich das bereits ein wenig aufregte 🙂 Um 04:45 Uhr konnte ich dann letztlich meinen Koffer aufgeben. Da ich nicht wusste wie die Kontrollen verlaufen werden verabschiedete ich mich von meiner Mutter, die mich glücklicher Weise nach Düsseldorf zum Flughafen gefahren hatte. Die Reise konnte nun richtig losgehen.

Ich sortierte mich selbst und mein Hab und Gut und ging zum nächsten Gate. Düsseldorf ist in A, B und C Gates aufgeteilt. Ich stand bereits vor Gate B und begab mich einfach in die Schlange die vor dem Gate wartete. Eine nicht ganz ideale Entscheidung. Die Schlange war recht lang. Von 04:50 Uhr an brauchte ich 15 Minuten um überhaupt in die Nähe der Drehtore zu kommen. Direkt hinter den Toren ging es eine Treppe hoch, direkt gefolgt von den Security Checks. Hier sammelten sich alle Fluggäste zusammen wie in einem Nadelöhr. Zunächst war alles noch einigermaßen in Ordnung. Schnell spitzte sich aber die Situation zu. Viele Fluggäste wurden bereits zu anfangs aufgerufen, dass deren Flieger bald starten muss. Ich ahnte noch nicht was auf mich zukommen wird. Die Hektik unter vielen der Fluggäste wurde rasch größer, jedoch tat sich in den sehr knapp besetzten Security Check Linien herzlich wenig. Es waren eindeutig zu wenige Bänder geöffnet. Obendrein mündeten zwei Bänder in einen Security Scanner, was alles nochmals verlangsamte.

Viele Fluggäste hatten aber auch durchaus die Ruhe weg. Gemütlich wurden sämtliche Taschen erst am Band durchsucht und die Dinge dann in die Boxen gelegt. Ich bereite mich gerne da schon vor, räume alles aus meinen Hosentaschen und stopfe die Dinge in die Jackentasche, Reißverschluss zu – fertig.

Ich kam mit einigen Leuten ins Gespräch und wir tauschten uns bereits über diese unsägliche Vorgehensweise hier bei den Kontrollen aus. Um 06:00 Uhr empfahl ich den Herrschaften mit denen ich mich unterhielt, die Security zu informieren, denn deren Flug war kurz vor knapp. Auf diese Info gab das Personal anscheinend nicht sehr viel. Sie zuckten mit den Schultern. Als die Leute dann andere, die weiter vorne in der Schlange standen fragten und baten, doch so nett zu sein die anderen Fluggäste mit Zeitdruck vor zulassen, wurden direkt Nettigkeiten und Handzeichen ausgetauscht. Das Gepöbel war recht heftig.

Mein Boarding sollte um 06:45 Uhr starten. Die Uhr lief gnadenlos weiter. Es tat sich wieder eine ganze Weile gefühlt nichts in der Warteschlange. Dann schien sich das Personal abgewechselt zu haben und es kam ein wenig mehr Bewegung ins Spiel. Die gute Miene zum bösen Spiel war mir bereits vergangen. Ich war mittlerweile nervös und hibbelig. Ich habe ja meinen Anschlussflug zu verpassen. Wenn ich nur nach London wollen würde um dort zu bleiben, wäre ein Ersatzflug sicherlich kein Problem. Aber einen Anschlussflug verpassen – das wird dann komplizierter !

Um 06:34 Uhr kam ich endlich an die Reihe und konnte alle meine Dinge in die Boxen ablegen. Ich suchte tief im Rucksack nach allen Elektronik-Geräten. Meine Kameras und die Objektive habe ich zum Glück in einem separaten, verschließbaren und herausnehmbaren Fach. Dieses Fach hat man schnell aus dem Rucksack geholt. Danach folgten Notebook, Action-Cam und co. On Top meine Medikamente. Gürtel abschnallen, Schuhe aus, Basecap abziehen und wichtig – alles aus den Hosen- oder Hemdtaschen raus holen.

Die Kameratasche wurde extra auf Drogen und Sprengstoff kontrolliert – natürlich negativ. Um 06:42 Uhr war ich endlich komplett durch die Security hindurch, hatte alles wieder im Rucksack verstaut und lief den kurzen Weg zu meinem Gate. Das Boarding begann später als erwartet – immer dieser Stress und dann hat man doch noch Zeit. Aber, man weiß es halt nie… das kann auch einfach und schnell schief gehen. Erst um 07:00 Uhr begann das Boarding. Vom Flug selbst bekam ich wenig mit da ich versuchte Schlaf nachzuholen.

Um 07:50 Uhr Ortszeit landete ich in London Heathrow. Hier hieß es erst einmal herausfinden wo ich hin muss. Terminal 5 Gate „“. Das Gate stand leider noch nicht fest. Zumindest konnte mir jemand von British Airways beantworten wohin ich laufen muss. Es ging somit keine 5 Minuten zur Passkontrolle, danach nochmals durch den Security Check – der hier zwar nun auch nicht schnell voran ging, jedoch bei weitem besser als am Morgen in Düsseldorf. Ich hatte übrigens etwas mehr als 2 Stunden Zeit für den Umstieg.

Nachdem ich die Kontrollen hinter mir gelassen hatte, schaute ich nach einer Anzeigetafel. Leider ist es ins London üblich dass die Gates recht spät bekannt gegeben werden. Ich musste also noch rund 20 Minuten warten bis mein Gate angezeigt wurde. Ich holte meine Kamera und das Handy raus und machte die ersten Fotos meiner Reise.

Wenn man eigentlich seit je her der Herr Der Ringe Fanboy war, dann kann man diesen Shop hier nur schwer nachvollziehen. Aber jedem das seine 🙂

 

 

Um die Zeit tot zu schlagen suchte ich mir ein Plätzchen an einem Geländer wo ich einen guten Ausblick über das Terminal hatte. Unter mir direkt der Starbucks, wie immer gut besucht. Welch ein Gewusel ! Ich bekam Durst und besorgte mir einen O-Saft im nächstgelegenen Shop.

 

 

 

Endlich wurde mein Gate angezeigt. Natürlich war es nicht ein A-Gate. Denn dafür hätte ich nur an dieser Stelle hier die Treppe runter gemusst. Nein, ich musste noch im Terminal 5 mit dem Zug fahren um zu meinem C-Gate zu gelangen. C63. Im Grunde ist das in Heathrow super gelöst. Die Bahnen fahren oft und schnell. Man muss keine langen Wege zu Fuß zurücklegen. Gerade bei Umstiegen auf Verbindungsflüge ist das wirklich goldwert.

Ich begab mich runter in den Departure Level um in Richtung Bahn zu laufen. Schnell war ich im anderen Terminal-Teil angekommen und kaufte mir im dortigen Starbucks etwas zu essen und einen Saft. Preislich gar nicht so schlimm, Frankfurt und co. stehen den Preisen jedenfalls in nichts nach. Ich wartete danach nur kurz am Gate C63, denn das Boarding begann bereits recht früh. Im Flieger war es dann gegen meine Erwartung erst einmal leer. Ich konnte sehr früh das Flugzeug betreten, die meisten Gäste standen wohl doch noch draußen. Aber rasch füllte sich der A380 der British Airways. Vom Gate aus konnte man die Flugzeuge gut sehen. C64, eine kleine Maschine – und C63, der A380. Wie schön zu sehen ist – bestes englisches Wetter ! 🙂

 

 

 

Ich suchte noch meine wichtigen Dinge aus meinem Rucksack und verstaute ihn dann über mir im Gepäckfach. Ok ! Von mir aus kann es losgehen. Aber da fehlten ja leider noch einige Passagiere. Es dauerte noch eine ganze Weile bis sich der Captain überhaupt zu Wort meldete.

 

 

Neben mir nahmen jeweils links und rechts (ja, ich saß mittig) zwei Damen aus Los Angeles platz. Mit Erin zu meiner Rechten kam ich bereits direkt ins Gespräch, noch bevor der Flieger überhaupt ins Rollen kam. Wir standen ohnehin noch eine Weil an Ort und Stelle. Der Weg raus auf das Rollfeld dauerte ebenso nochmals einige Minuten – und dann standen wir, londontypisch, zusätzlich rund 20-25 Minuten auf dem Rollfeld. Die Unterhaltung mit Erin war toll. Sie war total begeistert dass ich da in den USA alleine unterwegs bin und die Natur genieße. Sie macht das wohl oft mit Freunden, ist aber auch total vernarrt in Kaliforniens und Utahs Naturwunder. Ich fing irgendwann an im Entertainment zu schauen welche Filme im Programm sind. Da war einiges dabei was ich mir auf dem langen Flug (über 10 Stunden) ansehen könnte. Ich fing jedoch an Trivial Pursuit zu spielen. Ich konnte dann mit einer Frage den Fluggast-Highscore einstellen.

„Wie heißt das weltberühmte Album der irischen Pop-Rock-Band U2, welches zum Großteil in Berlin aufgenommen wurde ?“

Ja klasse. Die Frage passte ja. Ich musste schmunzeln und drückte entsprechend auf „Achtung Baby“. Hm, meine erste Eingabe schien nicht funktioniert zu haben. Ich drückte ein weiteres Mal die Fernbedienung. Plötzlich wurde der Bildschirm schwarz. Nichts ging mehr. Ich schaltete ihn aus und wieder an. Versuchte zwischen den Programm zu wechseln. Nichts geschah. Noch vor dem Start war ich somit ohne Entertainment – das Ding war komplett abgeschmiert. „Ohje“…. das konnte ja was werden.

Den Flug über versuchte ich daher viel zu schlafen, was mir teilweise gelang. Das lange Sitzen war soweit ok – klar sitzt man sich meist den Hintern platt, aber der Rücken blieb schmerzfrei. Das war wichtig. Ab dem Mittagsessen genehmigte ich mir noch Gin Tonics und danach war es mit dem Schlafen ein leichtes. Da auf dem Flug nicht viel passierte – halte ich diesen Teil an der Stelle kurz.

Ca. 12:15 Uhr Ortszeit über Kalifornien meldete sich der Captain mit den letzten Infos vor der Landung. Um 13:15 Uhr kamen wir über dem Großraum Los Angeles an. Ein schöner Ausblick von oben – die Stadt ist einfach unfassbar weitläufig. Um 13:30 Uhr setzten wir endlich, mit 15 Minuten Verspätung, zur Landung an. Touchdown !

 

 

Bis ich aus dem Flugzeug raus war dauerte es wieder nicht all zu lange. Damals im A380 der Lufthansa als ich 2014 nach San Francisco flog, dauerte das Aussteigen eine gefühlte Ewigkeit. Der Weg zur Immigration dauerte mit nicht einmal 5 Minuten, die Wartezeit in der Schlange und der Check-In am Terminal dauerte zusammen ca. 15 Minuten – völlig ok. Man hört immer viel von LAX Airport dass die Immigration lange dauern kann. Dies konnte ich nun zum Glück nicht bestätigen. Der Officer, dem ich meinen Ausdruck vom Terminal aushändigte, freute sich über mein New England Patriots Baseball Cap. Er sprach mich direkt darauf an und erzählte dass er auch aus der Boston-Area kommt, nun aber schon 14 Jahre in Los Angeles lebt. Er vergaß eigentlich alle Fragen die sonst immer bei der Immigration gestellt werden. Nur die Fragen „aus welchem Grund ich hier sei“ und „wann ich das Land wieder verlassen werde“ interessierten ihn. Als ich sagte „on october 2nd, from Boston Logan“ huschte ihm wieder ein breites Grinsen über das Gesicht ?

„You’re going to boston ? for a game ?“.

Ich nickte und sagte dass ich mir das Spiel gegen die Carolina Panthers ansehen werden. Er war total happy. Zu meinem Erstaunen gab der Officer mir dann zum Abschied die Hand und wünschte mir eine tolle Reise.  So muss man einen Homeland Security Officer auf seine Seite bringen – dann ist auch die Immigration ganz lässig 🙂

Ich begab mich darauf hin direkt zum Baggage Claim. Ich wartete dort einige Zeit. Ich wurde ein wenig unruhig da ich meine Koffer nicht fand. Aber da es ein A380 war hat es nichts zu heißen wenn die eigenen Koffer nicht direkt am Anfang dabei waren. Es kommen so viele Koffer aus dem Bauch des Flugzeugs, das kann alles eine Weile dauern. Jedoch verging doch einiges an Zeit und ich wurde immer unruhiger. Dann zeigte das Display am Band schon den nächsten Flug an. Ein Flughafenmitarbeiter sammelte die letzten Koffer und stellte sie neben das Band. Ob sich jemand meines Koffers bemächtigt hat ? Ohje !

Ich ging zu einem Mitarbeiter, der verwies mich zu einer Dame am Ende des Kofferbands. Ich sagte dass mein Koffer nicht da sei. Ich gab ihr meinen Schnipsel vom Koffer-Check-In. Sie rief bei ihren Kollegen an. Der Koffer wurde laut den Kollegen das erste und letzte Mal in Düsseldorf registriert und gescannt. Ich fiel aus allen Wolken ! Ich hier – der Koffer wohl in Düsseldorf. Die Dame bat mich direkt ein Formular auszufüllen. Was sie so alles gesagt hat war mir gar nicht bewusst, ich war perplex. Mir war jedenfalls schlagartig schlecht und mir gingen alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Sie gab mir eine Mastercard von British Airways die ich für dringende Einkäufe ($40 am Tag) nutzen könne, oder ich soll alle Kaufbelege aufheben und dann am Ende einreichen.

Ich war wirklich fertig mit den Nerven. Doch es musste ja weiter gehen. Resignation und Heulen brächte hier nun rein gar nichts. Ich musste den Wagen abholen. Ich hinterließ noch alle meine Daten bei der Dame. Sie sagte ich bekomme bis heute Abend 8 Uhr einen Code per SMS oder Email, mit dem ich dann online und per Hotline meinen Kofferstatus abrufen können. Sie meinte noch abschließend etwas beruhigend (klappte nicht wirklich) – „don’t worry, usually it takes 2, maybe 3 days. Not more“. Ihr Wort in Gottes Ohr !

Ich lief zu den Bussen die einen zu den Autovermietungen bringt. Ich hatte einen Wagen bei Alamo gebucht. Total fertig mit der Welt saß ich in dem Bus. Es war heiß in Los Angeles. Mir gingen so ziemlich alle Gedanken durch den Kopf. Bei Alamo angekommen wehte mir ein Windstoß direkt alle Unterlagen aus der Hand, die ich dann über den Boden verstreut wieder aufsammeln musste. Wenn’s läuft, dann läufts !

Da ich mich für „SkipTheCounter“ bei Alamo registriert hatte, konnte ich direkt in meine gebuchte Kategorie marschieren und mir einen Wagen aussuchen, einsteigen und losfahren. Leider war in meiner Kategorie SFAR (Standard SUV) nicht wirklich etwas dabei was mir im Fall der Fälle – bei Kälte – genügend Platz zum Carcamping ermöglicht hätte. Ich dachte „einfach abwarten, da kommen wieder bessere Wagen rein“. Ich stand einige Zeit in der prallen Sonne und überlegte ob einer der verfügbaren Wagen nicht doch ausreichen würde. Nissan Rogue, Jeep Renegade. Nein – die waren einfach nicht groß genug.

Ich fragte eine Alamo Mitarbeiterin und erklärte ihre meine Situation. Zunächst schaute sie mich verdutzt an, verstand dann aber was mein Anliegen war. Sie zeigte mir zunächst einen Chevrolet Traverse, der jedoch eine Rückbank mit zwei Sitzen und einer Lücke in der Mitte hatte. Da konnte ich unmöglich eine große Matratze drauf legen. Sie überlegte. Ich überlegte auch und meinte zu ihr dass ich auch warten würde bis ein Dodge Journey oder Ford Edge verfügbar wäre. Sie widersprach mir sofort „Edge? No…Edge is really small and short. But…… follow me, i have an idea.“

Sie führte mich in die FFAR (FullSize SUV) Kategorie und zeigte mir einen Chevrolet Tahoe. Ein wahres Schlachtschiff. Ich sagte ihr dass ich nur SFAR gebucht hätte und das dies ja ein FFAR sei. Sie sagte sofort „that’s no problem – we have an offer, you can get the Tahoe as an upgrade“. Was ? Ja gut, äh. Den nehme ich dann gerne ! Bezahlt war der Wagen ja bereits im Voraus über den ADAC. Die potenzielle Liegefläche in dem Auto ist wirklich groß. Aber auch bei normaler Nutzung hat der SUV enormen Stauraum. Ich legte meinen Rucksack in den Fußraum auf der Beifahrerseite und stieg ein, stellte Sitz und Spiegel ein…und merkte dann erst war für ein Ungetüm dieses Auto ist. Die Länge war schon beeindruckend und verunsichernd zugleich. Zum Glück musste ich nicht in den Städten lange umher fahren.

Ich fuhr zum Ausgang und bekam meinen „Vertrag“ und fuhr direkt los Richtung Highway. Zunächst versuchte mich meine Navi App Maps.Me ein wenig zu veräppeln, dann hatte ich die Ansagen der Dame aber im Griff. Ich fuhr über die La Cienega Blvd in Richtung Norden und dann auf die US 10. Von dort an ging es im Rush Hour Traffic nur schleppend voran Richtung Downtown L.A.. Durch die leichte Verspätung beim Flug und die Probleme mit dem Koffer kam ich deutlich später beim Rental Car Center an als erwartet – rund 1 Stunde. Ab Downtown L.A. ging es dann auf die US 101 und danach Richtung Osten wieder auf die US 10. Während den Staus, vor allem rund um Downtown war der recht heftig – es ging nur im Schritttempo voran (wenn überhaupt), konnte ich dann erstmals einige Fotos auf amerikanischen Boden machen. Ich hatte ja Zeit…. Das Wetter war herrlich und wirklich warm.

 

 

Ich hatte vom Alamo Gelände aus 251 Km vor mit um am Hotel in Twentynine Palms anzukommen. Durch den Stau verzögerte sich die eigentlich geschätzte Fahrtzeit meiner App (google maps sagt das gleiche). Aus 3 Stunden sollten am Ende etwas mehr als 5 Stunden werden. Und das nach dem langen Flug und dem Terz danach. Erst nachdem ich schon eine gute Strecke auf der US 10 Richtung Osten gefahren bin, verbesserte sich die Verkehrsfluss. Es ging endlich voran. Durch das allgemeine Speedlimit auf den Highways kommt man dennoch nicht so gut voran wie hier in Deutschland. Und ihr glaubt ja nicht wie langer sich die US Highways und ihre schier unendlichen Geraden ziehen können.

 

Entlang der Strecke bis Palm Springs konnte ich die Auswirkungen der vielen Waldbrände in Kalifornien erkennen. Es war überall ein Schleier rund um die hohen Berge zu sehen und die Luft roch wirklich süßlich brenzlig. Die letzten 45 Meilen bis nach Twentynine Palms ziehen sich am Ende noch am schlimmsten. Es war bereits dunkel.

Ich kam kurz nach 20 Uhr an meiner Unterkunft an, das Harmony Motel. Wieso genau dieses Motel ? Tsja, schaut mal wer hier vor 30 Jahren übernachtet hat 🙂

 

 

Ich bezog mein Zimmer und fuhr noch rasch zu einem Supermarkt um die ersten Dinge einzukaufen – vor allem hatte ich Hunger und Durst.

  • großes Sandwich für den Abend
  • Nachos mit Dip für die Nerven
  • 12er Coke Zero
  • 24er Wasser
  • 12er Schweppes Sparkling Water + Lemon
  • 5 Äpfel
  • Duschgel
  • Deo
  • Zahnpasta

Kosten: $39.50

 

Nachdem ich mir im Motel den Code für das WiFi habe geben lassen versuchte ich die ersten Kontakte nach Hause herzustellen und zerbrach mir den Kopf wegen meines Koffers. Das Sandwich und eine kalte Cola sowie ein Paar ungesunde Nacho-Chips mit Salsa Dip taten wahrlich gut. Nach all dem Trubel wollte ich gar nicht wissen was vielleicht alles am morgigen Tag passieren würde. Diesen ersten Anreisetag mit dem Chaos in Düsseldorf, kein Entertainment im Flieger, meinem Koffer und der ewigen Fahrt nach Twentynine Palms hätte ich am liebsten direkt aus meinem Kopf gestrichen. Das einzig wirklich positive war das kostenlose Upgrade auf den riesen Chevrolet Tahoe. Mehr dazu und zu meinem ersten großen Stop auf meiner Reise erfahrt ihr im nächsten Teil.

Fertig mit der Welt und diesem Tag machte ich das Licht aus und versuchte zu schlafen. Der nächste Tag sollte bereits früh losgehen.

 

Die Eckdaten zum ersten Tag:

Zurückgelegte Distanzen:

Frankfurt > Düsseldorf (Auto): 243 Km
Düsseldorf > London Heathrow (Luftlinie): 503 Km
London Heathrow > Los Angeles LAX (Luftlinie): 8.769 Km
Alamo Rental Car > Harmony Motel Twentynine Palms (Auto): 251 Km
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9.766 Km

Ausgaben:

Stater Bros. Supermarket: $39.50

3 thoughts on “Tag 1 – 08.09.2017 – Ein langer Flug und eine Ankunft mit Hürden und Hindernissen”

  1. Was für ein Pech! Schön, dass das Universum mit dem Tahoe dann wenigstens noch ein bisschen Einsicht hatte. Schön auch, all die Orte wieder mit persönlichen Erinnerungen zu verknüpfen – LAX, die Alamo-Station mit einem „Skip the Counter“ in der Hand, die Fahrt durch Downtown und dann Richtung 29 Palms, die Übernachtung im Harmony … das kenn ich alles 😉 !

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