Tag 5 – 12.09.2017 – Death Valley

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Die erste Nacht im Death Valley war wirklich unangenehm. Zwar war es auf dem Emigrant Campground bei weitem kühler als unten in Stovepipe Wells, jedoch heizte sich das Auto entsprechend auf. Es waren über 26 Grad, im Auto noch wärmer. Dazu kam eine gewisse Schwüle aufgrund der Gewitter am Abend. Zu all dem gesellten sich durch die ganze Nacht hinweg Gewitter und Wetterleuchten in der Ferne. Im Valley Floar zuckten ständig Blitze niedcer und erhellten die Nacht.

Der frühe Morgen im Death Valley

Über dem Campground dagegen war es überwiegend klar – man konnte sogar sehr gut die Milchstraße erkennen. Eigentlich wollte ich bereits bevor es heller wurde aufbrechen, doch ich war völlig geplättet von dieser Nacht und stellte meinen Alarm am Smartphone auf 06:40 Uhr vor, das sollte reichen. Viel brachte das nicht mehr – ich machte mich als der Alarm los ging fertig und fuhr los, hinunter ins Tal des Todes. In Stovepipe Wells schlief noch alles – eine himmliche Ruhe hier im Valley. Ich hatte das Seitenfenster unten und den Arm draußen. Es war warm und es wehte ein gutes Lüftchen. Noch war das Valley nicht von der Sonne wach geküsst. Lediglich die Bergspitzen wurden von den Sonnenstrahlen mittlerweile angeleuchtet.

Death Valley I-190 Richtung Furnace Creek
Death Valley I-190 Richtung Furnace Creek

Es war wirklich noch sehr früh – um 07:40 Uhr kam ich an den Harmony Borax Works an – meine erste Station für heute. Bevor ich aber irgendetwas heute mache, musste ich mir die Zähne putzen. Das war wirklich nötig. Dann schnappte ich mir meine Kamera und los ging es. Die Harmony Borax Works im Death Valley liegen in der Nähe von Furnace Creek. Im Jahr 1881 fand man hier an dieser Stelle „Borax“ Vorkommen, besser gesagt  Natriumborat, sprich „Salze“. 1883 begann man mit dem gewerblichen Abbau. Bis zu 40 Arbeiter schufteten hier täglich in der glühenden Hitze des Valleys und bauten pro Tag bis zu 3 Tonnen Natriumborat ab. Wenn man sich das mal so vorstellt, welche Arbeitsbedingungen hier durch diese Gluthitze herrschten, wow – unvorstellbar. Wir bewegen uns im Valley ein Paar Meter und schwitzen uns kaputt.

Death Valley I-190 Richtung Furnace Creek
Death Valley I-190 Richtung Furnace Creek

Was mich besonders interessierte war der große 20-Mule-Team-Wagon, ein alter und großer Zug der von einem 20-köpfigen Pferde/Mule-Gespann damals gezogen wurde. Wunderbare alte Dinge aus längst vergangener Zeit.

Harmony Borax 20 Mule Team Wagon
Harmony Borax 20 Mule Team Wagon

Es ist schon skurril was in Amerika einfach mal so in der Botanik stehen gelassen wird und was irgendwann einmal daraus wird – so wie dieser alte Wagen. Weitere Beispiele sind z.B. das Ghosttown Bodie oder die alten Autos entlang der Route 66 in Arizona. Es ist echt toll wie aus Schrott Besuchermagneten werden. Harmony Borax steht seit einst unter Denkmalschutz. Bis 1907 wurde diese „Miene“ betrieben, zwischenzeitlich wechselten sogar die Besitzer. Erst seit 1974 ist Harmony Borax unter den Denkmalschutz des „National Register Of Historic Places“ im Schutz des National Park Service gestellt.

 

Der Blick von oben (oberhalb des Gebäudes) war schön. Welche eine Ruhe die (noch) im Valley herrschte. Einzig die Baumaschine auf der Straße war zu sehen. Nach dem Besuch bei den Borax Works ging es hinauf zum Dante’s View. Die Fahrt ist nicht sonderlich lang, aber der Weg hoch bis auf den Viewpoint ist fahrerisch spannend. Der letzte Teil mit den engen Kurven und Serpentinen macht richtig Spaß.

Dante’s View

Eigentlich dachte ich dass es eine gute Idee gewesen sei jetzt am frühen Morgen zum Dante’s View zu fahren. Was ich dann aber oben sah war doch nicht ganz ideal, denn der große Schatten des Dante’s View selbst lag zur Hälfte im Valley, da die Sonne noch nicht all zu hoch am Himmel stand.

Dantes View - Death Valley
Dante’s View – Death Valley

Ich machte das beste aus der Situation. Es waren einige Leute hier oben. Mit einem deutschen Ehepaar unterhielt ich mich eine ganze Weile. Hier oben waren die Temperaturen relativ angenehm, auch wenn man die Sonne schon ziemlich spürte. Sie brannte bereits auf der Haut, es war gerade erst 09:30 Uhr.

Tief unten im Tal am Ansatz des Berges kann man gut den Weg des Badwater Basin erkennen, der weit hinaus auf die Salt Flat (die große weiße Salzfläche) führt. Noch lag der Weg im Schatten. Es wäre jetzt gerade ein guter Moment dort unten zu laufen …später könnte es höllisch heiß werden. Ich nehme dies mal vorweg….es wurde höllisch heiß dort unten.

Ich auf dem Dante's View
Ich auf dem Dante’s View
Nochmal ich auf dem Dante's View. Die Sonne blendet :)
Nochmal ich auf dem Dante’s View. Die Sonne blendet 🙂

Ich verabschiedete mich von dem deutschen Paar – eine sehr nette Begegnung. Nächster Halt, wie sollte es anders sein – der Zabriskie Point, denn dieser liegt auf dem Weg zurück ins Tal.

Zabriskie Point

Dieser Ort ist magisch. Nicht nur weil er damals von U2 für das Album Cover genutzt wurde, sondern weil je nach Tageszeit die Sonne diesen Ort zu etwas sehr besonderem macht. Egal ob zum Sonnenaufgang, Nachmittags oder spät zum Sonnenuntergang….der Zabriskie Point zieht die Besucher und vor allem Fotografen magisch an.

Großartig aus fotografischer Sicht ist auch die Kunst den Zabriskie Point sowohl in Farbe als auch schwarzweiß schön in Szene zu setzen, dafür ist er nämlich prädestiniert. Bewegt den Slider und seht selbst 🙂

Zabriskie Point - Death Valley
Zabriskie Point – Death Valley

Ich persönlich – aber das liegt immer im Auge des Betrachters – finde die Farben des Zabriskie Point bei praller Sonneneinstrahlung nicht annähernd so toll wie in den Morgen- und Abendstunden. In dieses Gebiet hier, die sogenannten „Badlands“ kann man hinein laufen. Mehr als 3 Meilen kann man in einem Rundkurs wandern. Aber Achtung: Unterschätzt NIE die Hitze und die Sonneneinstrahlung. Es geht in den Badlands rauf und runter. Hier verloren gehen oder in Probleme zu geraten ist nicht ratsam !

Zabriskie Point - Death Valley
Zabriskie Point – Death Valley – Panorama

Leider konnte ich abermals kein Foto machen das dem von U2 nahe kam. Ein freundlicher Herr machte ein Foto von mir. Ich erklärte ihm wie ich mich eigentlich hätte positionieren müssen. Er verstand aber nicht so recht was ich wollte und dirigierte mich schier falsch im Vordergrund hin und her. Ich ließ ihn also einfach mal machen. Was dabei heraus kam ? Naja, sehr selbst und schiebt den Regler im nachfolgenden Bild. Ganz ok, oder ?!

 

Zabriskie Point - Death Valley
Zabriskie Point – Death Valley

In der Sonne war es mittlerweile nicht mehr auszuhalten. Aber ich wollte ja noch am Vormittag den Badwater Basin besuchen. Ich begab mich zurück zum Auto, machte eine kurze Pause und fuhr dann los zum Badwater Basin. Um 11:55 Uhr kam ich dort. Da ich meine Wertsachen ausschließlich im Rucksack hatte und sonst keine Möglichkeiten hatte meine Sachen im Auto zu verstauen, musste ich zunächst immer alles im Rucksack umherschleppen.

Badwater Basin

Zu Anfangs hielt ich mich auf dem Steg nahe der Parkplätze auf. Allein hier kann man schon viel machen und sehen. Für all jene die nicht raus auf die Salzfläche laufen möchten, können auch hier einige schöne Momente verbringen. Leider gibt es nirgends Bänke zum sitzen und in die Ferne schweifen. Das Spektakuläre des Basin bekommt man jedoch erst auf der Salzfläche zu sehen.

Badwater Basin
Badwater Basin – Death Valley

An den Parkplätzen gibt es wie an jedem der Viewpoints im Park die Informationstafeln. Hier erfährt man vor allem etwas über diesen besonderen Ort und seine Einordnung in die Weltgeschichte. Denn Badwater Basin ist der mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel (NormalNull) tiefte Festland-Punkt Nordamerikas. Weltweit gibt es nur wenige Orte die tiefer gelegen sind und auch „im trockenen“ liegen, sprich für die man nicht tauchen muss. Lediglich 4 Orte liegen unterhalb des Basin, jedoch mit deutlichem Abstand was die Tiefen betrifft. Ganz besonders ragt der tiefste aus der Liste heraus,a im Toden Meer in Jordanien in der Nähe der Jericho, mit fast 260 Metern Differenz zum zweit tiefsten Ort in Dschibuti. (Quelle: Infotafel am Badwater Basin)

  • Qatarra-Senke in Ägypten (133m unter N.N.)
  • Denakil-Senke in Äthiopien (125m unter  .N.N.)
  • Vpadina Kaundy in Kasachstan (132m unter N.N.)
  • Turpan Pendi-Senke in China (154m unter N.N.)
  • Assalsee in Dschibuti (155m unter N.N.)
  • Todes Meer in Jordanien (414m unter N.N.)

All diese Orte haben etwas gemeinsam, sie sind unglaublich heiß. Aber mit den „nur“ 85,5 m u.N.N. ist das Death Valley und speziell der Badwater Basin einer der heißesten Orte der Welt, zumindest was „bewohnte Gebiete“ angeht. Denn es wohnen tatsächlich etwas mehr als 400 Menschen dauerhaft hier im Valley. Am 10 Juli 1913 verzeichnete das Valley seinen bisherigen Hitzerekord von 56,7° Celsius.  Am 12. Juli 2012 wurde sogar ein Rekord für die höchste Nachttemperatur erreicht, satte 41,7° Celsius. Na… ob da die Klimaanlagen überhaupt noch etwas getaugt haben ?! Ein Rekord für die Ewigkeit ? In Anbetracht des Klimawandels sind höhere Temperaturen sicherlich nicht auszuschließen.

Es gibt wie die Auflistung zeigt auch andere Orte auf der Erde die noch heißer und tiefer sind, meist sind diese Orte jedoch völlig unbewohnt – wahre Wüstenlandschaften – wo sich kaum ein Mensch aufhalten kann, geschweige denn die Temperatur messen könnte. Dasht-e-Lut, eine Wüste im Südosten des Iran wurde mit 70,7° C via Sateliten-Unterstützung als bisher heißeste unbewohnte Region gemessen.

Badwater Basin - Death Valley
Badwater Basin – Death Valley

Doch eben weil das Death Valley bewohnt und auch hoch frequentiert ist (als National Park für Jedermann zugänglich), ist es eben in aller Munde und äußerst spektakulär.

Direkt nach an der Straße kann man eine kleine Quelle bestaunen. Für „mehr“ ist meist leider nicht mehr drin – denn durch die niedrige Luftfreuchtigkeit des Death Valley und die hohen Temperaturen verdunstet Wasser sehr schnell. Wenn Regen das den Grund des Valleys erreichen sollte, was nicht oft vorkommt, verweilt das Wasser nur kurze Zeit. Dafür ist diese Zeit dann grandios für Fotografen, denn die weiße Fläche des Badwater Basin wird zu einem seichten großen See auf dessen Oberfläche sich die Wolken und der Himmeln spiegeln. Durch die geringe Höhe des stehenden Wassers entsteht eine nahezu perfekte Spiegelung. Aber nur selten kommt es zu diesem Naturschauspiel.

Badwater Basin - Death Valley
Badwater Basin – Death Valley

Ich lief einige Zeit raus auf die Salzfläche. Ich spürte die Sonne in meinem Nacken, denn sie stand genau hinter mir. Es war grenzwertig. Beim Aussteigen aus dem Auto meldete die Anzeige 101° Fahrenheit (38,3° Celsius)… im Schatten. Mir kam es nun noch heißer vor. Aber da ich unbedingt weit raus auf die Fläche wollte um die einzigartige wabenförmige Struktur des Salzes zu fotografieren, musste ich in den sauren Apfel beißen. Zunächst ist es noch recht weiß , jedoch ohne Wabenstruktur….gefolgt von einem Teilstück dass durch die vielen Fußabdrücke recht braun geworden ist. Der Regen fehlt um den Schmutz von der Salzfläche zu waschen.

Badwater Basin - Death Valley
Badwater Basin – Death Valley

 

Ok…irgendwann war Schluss. Ich war schon weit draußen – 1 Km weit draußen auf der Salzfläche. Die Sonne brannte so extrem, dass mir kurze Zeit schwarz vor Augen wurde. Ich trank direkt etwas und schaute dass ich mir ein wenig Wind zufächelte. So richtig half das nicht. Ich machte noch rasch meine letzten Fotos um mich dann auf den Kilometer zum Auto zu begeben.

Nun lief ich gegen die Sonne, was noch viel schlimmer war als zuvor den Weg mit der Sonne zu laufen. Und wieder wurde mir schwindelig und leicht schwarz vor den Augen. Das war nicht gut. Ich trank stetig, Schluck für Schluck….und dennoch beeilte ich mich um in den Schatten zu kommen.

Badwater Basin - Die Salzfläche
Badwater Basin – Die Salzfläche
Badwater Basin - Hier drehte ich um.
Badwater Basin – Hier drehte ich um.

Etwas enttäuscht war ich von meiner Fotoausbeute hier am Basin. Doch mehr war nicht drin. Ich dachte dass ich ja abends nochmals vorbei schauen könnte, ggf. sogar Nachts. Am Parkplatz schnappte ich mir ein kaltes Wasser aus dem Cooler und erholte mich kurz. Mir ging es recht schnell besser. Ein letztes Foto bevor ich mich ins gekühlte Auto setzte und zum Devils Golf Course fuhr.

Badwater Basin - Wieder am Parkplatz angekommen.
Badwater Basin – Wieder am Parkplatz angekommen.

 

Devils Golf Course

Vom Devils Golf Course war ich dann mächtig enttäuscht. Reichlich unspektakulär und eher langweilig. Naja…es lag ja ohnehin auf dem Weg.

Devils Golf Curse - Death Valley
Devils Golf Course – Death Valley

Es wurde nach und nach immer heißer – es war nun kurz nach 13 Uhr. Ich machte meine Fotos und verschwand bereits nach 5 Minuten vom Golf Course.

Ein Blick auf Uhr, wie warm es ist ...
Ein Blick auf Uhr, wie warm es ist …

 

Mittagspause und Flucht vor der Hitze

Ich fuhr nach Furnace Creek um eine kleine Mittagspause im Schatten einzulegen. Am Visitor fand ich einen freien überdachten Parkplatz. So richtig viel brachte das Dach jedoch nicht – im Auto war es immer noch kochend heiß. Eine halbe Stunde ruhte ich mich aus und schaute danach kurz im Visitor Center vorbei. Ich musste noch klären auf welchem der Campgrounds ich mich für die Nacht „einmieten“ kann.

Furnace Creek Visitor Center
Furnace Creek Visitor Center – 111° Fahrenheit

Nachdem ich meine Infos hatte und mich auch ein wenig im Shop des Visitor Centers ausgetobt hatte (Postkarten und Kühlschrankmagnete) fuhr ich tanken – die Preise waren wie die Temperaturen, teuflisch hoch. 3.93 Dollar war das höchste was ich auf meiner Reise für Benzin pro Gallone zahlen musste. Von dort ging es zur Rezeption in die Furnace Creek Range. Ich entschied mich hier heute Nacht mein Zelt….ach nee, warte…das Zelt war ja im Koffer…. naja, mein „Lager“ aufzuschlagen. Da ich nicht wusste ob ich zwei Nächte aushalten und nicht doch früher abreisen würde, buchte ich zunächst eine Nacht für gerade mal $18. Ein sehr fairer Preis, auch wenn der Campground nur eine Schotterfläche mit Picknick-Tischen ist. Grillflächen an jeder „Campsite“ gibt es hier leider nicht. Dafür sind in den $18 WiFi (was auch auf dem Campground funktioniert), Duschen und der Pool inbegriffen.

Campground an der Furnace Creek Range
Campground an der Furnace Creek Range

Ich fuhr auch meine Campsite und machte eine verspätete Mittagspause. Um 17:30 Uhr wollte ich noch einmal los – Die Temperaturen sollten ja nun stetig ein wenig nach unten gehen….sollte man meinen !!!! Die Wolken hinter meinem Chevi Tahoe waren deutlich größer als noch zur Mittagszeit. Was ich kurz nachdem ich außerhalb Furnace Creek Richtung Badwater Basin fuhr dann am Himmel sah machte mir zunächst Sorgen.

Der stürmische Nachmittag

Die Wolken die sich hinter Furnace Creek über den Bergen bildeten waren gigantisch… nicht nur sehr bedrohlich, sondern auch wunderschön. Vom Campground aus konnte man das nicht sehen da die Bäume den Blick auf die Berge verdeckten. Ich stieg aus und hielt die Sonnenstrahlen fest die immer wieder durch die Wolkendecke stießen. Es war immer noch sehr heiß, ein kräftiger Wind wehte nun. Der Wind war auch sehr warm, von Abkühlung also keine Spur. Aber mir gefiel es. Meinem Kreislauf ging es nun auch wieder gut.

Death Valley - die dunkle Bedrohung
Death Valley – die dunkle Bedrohung

Das Straßenschild stand hier genau richtig. Mir gefiel der Blickwinkel und auch die Szenerie einfach so gut dass das Schild auch dran glauben musste. Das komplette Valley bis zum Badwater Basin schien sich nach und nach zu zu ziehen. In der Ferne sah man nun nicht einfach nur Sonnenstrahlen die durch die Wolken eine unglaublich schöne Atmosphäre bildeten, sondern auch dichte Regenschwaden gingen in der Ferne über den Bergen nieder. „Na das kann ja heiter werden“, dachte ich.

Death Valley - die dunkle Bedrohung
Death Valley – die dunkle Bedrohung

Aufgrund der Situation wollte ich den Badwater Basin nochmal sehen. Die weiße Fläche mit den dunklen Wolken muss nun grandios aussehen, dachte ich. Und ich behielt Recht. Jedoch blieb ich am Anfang der Salzfläche stehen und begnügte mich mit Fotos vom Steg aus. Ich traute diesen Wolken nicht – plötzlich mitten im Starkregen auf der Salzfläche zu stehen und dann einen Sprint zum Auto hinlegen zu müssen, wollte ich definitiv vermeiden.

Badwater Basin - Unwetter im Anmarsch
Badwater Basin – Unwetter im Anmarsch
Badwater Basin - Unwetter im Anmarsch
Badwater Basin – Unwetter im Anmarsch
Badwater Basin - Unwetter im Anmarsch
Badwater Basin – Unwetter im Anmarsch

Wow ! genau das was ich mir erhoffte. Rund 30 Minuten verweilte ich hier mit der Gewissheit dass es schön weit entfernt abregnet und die Wolken nicht näher zu mir kamen. Ich spannte mein Zoom Objektiv mit 40-150mm auf und spielte ein wenig mit den Perspektiven herum. Im Gegensatz zu mir Angsthasen, liefen viele Leute raus auf die Salzfläche.

Mit ein wenig Warten sind mir dann zwei grandiose „Shots“ gelungen, naja, ok besser gesagt „einer“. Es ist ein Farbfoto geworden, jedoch gefällt es mir in schwarzweiß noch viel besser. Ein Top-Shot. Simple aber unglaublich stimmungsvoll. #Selbstbeweihwässerung

Der grandiose Abend

Ich machte mich nach den 30 Minuten wieder auf den Weg. Hinter dem Badwater Basin konnte ich noch zwei Fotos machen, danach fuhr ich zum Zabriskie Point. Ich hatte jedoch keine große Hoffnung dass ich dort einen guten Sonnenuntergang erleben werde bei all den dunklen Wolken.

Badwater Basin - Unwetter im Anmarsch
Badwater Basin – Unwetter im Anmarsch

Als ich am Zabriskie Point ankam war die Lichtstimmung nicht wirklich gut. Die Sonne war zwar noch nicht ganz am untergehen, aber sie schien zumindest weiterhin durch die teils dicke Wolkendecke. Schnell wurde es aber zu einem unvergesslichen Sonnenuntergang. Ich lasse die Bilder sprechen….

Zabriskie Point - Sonnenuntergang
Zabriskie Point – Sonnenuntergang
Zabriskie Point - Sonnenuntergang
Zabriskie Point – Sonnenuntergang
Zabriskie Point - Sonnenuntergang
Zabriskie Point – Sonnenuntergang

Die Lichtbrechung durch die Wolken und die Regenschwaden war einmalig. Was für ein Glücksmoment. Verrückt, wer sich solches Wetter wünscht anstatt von Sonnenschein und blauem Himmel. Aber – es war perfekt wie es war. Ich genoss mit vielen anderen Leuten diese grandiose Stimmung und die Farben am Himmel.

Zum Abschluss konnte ich noch diesen schönen gelben Camaro ablichten 🙂 herrlich !

Ich fuhr zum Campground und bereitete mich auf die Nacht vor. Das Auto musste noch hergerichtet werden. Ich stellte meinen Campingstuhl draußen auf, packte einige Dinge von der einen Seite des Autos auf die andere und pumpte die Matratze auf. Danach gab es Äpfel und Nachos mit Salsa….weltklasse Menü 🙂 Aber es war ok – ich war nach diesem Tag total happy. Ein Tag den man im Death Valley nicht all zu oft zu sehen bekommt. Von grandiosen Wetter bis hin zu spektakulären Wolken und Unwetter.

Gegen 21 Uhr war es direkt über mir wieder sternenklar, ich saß noch recht lang in meinem Campingstuhl und genoss den leicht kühlenden Wind. Ich konnte die Milchstraße sehen – in der Ferne zogen die dunklen Wolken über die Berge und es blitzte ringsherum. Wegen der Gewitter waren der Pool und die Duschen leider gesperrt. Eine Dusche wäre schon nötig gewesen. Ich ließ leise Musik laufen, die letzten 3 Corona die ich noch vom Einkauf in Twentynine Palms hatte, fielen mir zum Opfer. ‚Der Boss‘ säuselte leise nebenher. Es war ein toller Abend. Wann ich mich schlafen legte weiß ich heute nicht mehr – die Nacht jedenfalls war …puh… naja, ich sag‘ mal „ich kann mich noch sehr sehr gut an sie erinnern„.

 

Die Eckdaten zum fünften Tag:

Zurückgelegte Distanz Auto:

Start: Emigrant Campround
> Harmony Borax Works
> Dante’s View
> Zabriskie Point
> Badwater Basin
> Devils Golf Course
> Furnace Creek
> Badwater Basin
> Zabriskie Point
> Furnace Creek

166 Meilen = 267 Km

 

Zurückgelegte Distanz zu Fuß:

Harmony Borax : ca. 0.25 Meilen
Dante’s View: 0.5 Meilen
Zabriskie Point: 2 x 0,38 Meilen
Badwater Basin: 1 x 1.24 Meilen und 0.25 Meilen

3 Meilen = 4.83 Km

 

Ausgaben:

Tankfüllung – $74.00
Snacks & Essen – $15.00

 

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