Tag 7 – 16.05.2018 – Lower Big Horn Canyon

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Der nächste Tag in Escalante stand an und immer noch sollte es auf der Hole-In-The-Rock-Road entlang gehen. Zum Glück aber nicht all zu weit, denn mit gerade mal 4,5 Meilen liegt unser Ziel heute ziemlich nah am Anfang der HITRR. Das Ziel lautet: Lower Big Horn Canyon

Von Escalante zum Trailhead

Im Grunde wollte ich den Big Horn Canyon im großen Loop laufen. Dazu hätte ich mich auf die Old Sheffield Dirt Road begeben müssen. Von dort wäre der Weg durch den Big Horn Canyon, dann zum Zebra Slot Canyon und von dort zurück zum Auto gegangen. Aber durch die angekündigten Temperaturen und auch die etwas vorhandene Faulheit entschied ich mich schon am Vorabend dagegen, denn die große Runde beträgt insgesamt 17,5 Km.

Sabine und Nico wollten ohnehin nur die Kurzstrecke von der HITRR aus machen. Ich schloss mich den beiden an. Heute hieß es aber zunächst ein wenig länger ausschlafen. Wir trafen uns bei den beiden am B&B und fuhren dann wieder getrennt mit zwei Autos zum Trailhead. Die Sachen waren bereits gepackt, fehlte nur noch eine ordentliche Portion Sonnencreme, denn die Sonne stand schon jetzt ziemlich glühend am Himmel. Los ging es !

Die Wanderung ist, bis man den Big Horn Canyon erreicht, mehr oder weniger eintönig und eher langweilig. Ich kenne das schon von einigen anderen Wanderungen, aber naja – gern sieht man das dennoch nicht. Denn es geht für rund 1.8 Meilen (2,9 Km) durch den Wash oder querfeldein durch den Wash und seine Sandbänke. Ab und an kamen wir auf den ersten 1-2 Kilometern an recht interessanten Felswänden vorbei, aber über die meiste Zeit waren es Büsche und von Zeit zu Zeit tiefer Sand. Nach 1.8 Meilen kamen wir an ein Viehgatter, hier gabelte sich der Weg nach Nordwest und Südost. Der richtige Weg ist der nordwestliche Big Horn Wash.

Entlang des Washes
Entlang des Washes – Foto von: Lovelyshots.de

Lower Big Horn Canyon

Noch waren wir nicht im eigentlichen Lower Canyon. Wir liefen immer noch auf tiefen Sand, aber die Felswände wurden immerhin ein wenig höher. Nach 250 Metern gabelt sich der Wash erneut, dieses Mal war der nordöstliche Teil des Washes der richtige…und dennoch ging es im Tiefsand weiter durch die Hitze. Es war übrigens ein herrlicher Tag – kein Wölkchen am Himmel und dazu noch über 30 Grad.

Nach 15 Minuten kamen wir dann erstmals an die endlich mehr nach einen Slot Canyon aussehenden Stellen. Ab hier kamen sich die Felswände auch rasch näher und wir standen in einem wirklichen Slot Canyon – an einigen Stellen schön schmal. Doch weiterhin lag da überall dieser nervig tiefe Sand herum.

Im ersten Slot Segment
Im ersten Slot Segment

Es machte aber nun richtig Spaß, denn der Canyon hielt sein Versprechen ein – es war einfach nur klasse. Die roten Felsen lagen jedoch teilweise halb im Schatten, halb in der Sonne – das machte das Fotografieren nicht ganz so einfach. Das tat uns aber keinen Abbruch. Die 3-4 Meter hohen Felswänden sorgten zumindest an einigen Stellen für Schatten, man merkte direkt wie kühl es an einigen Stellen ist. Und den Schatten suchten wir recht häufig…

Wahnsinn Felswände im Lower Big Horn Canyon
Wahnsinn Felswände im Lower Big Horn Canyon

An einer Stelle wurde der Slot dann so eng, dass ich das ein wenig unterschätzt habe und stecken blieb. Es war wohl ein Bild für die Götter, ansonsten hätte Nico es nicht direkt festgehalten. Ein trauriges Gesicht sollte ich machen, sagte er….das sieht dann gut aus, sagte er. Naja. Ich weiß ja nicht …. 🙂 Seitlich passte ich dann durch. Leider hatte ich mir bei der Aktion die Arme ein wenig am Fels aufgerieben, es brannte eine zeit lang ehe ich dann bei der nächsten Pause eine Salbe aufgetragen habe.

Stuck In A Moment You Can't Get Out Of
Stuck In A Moment You Can’t Get Out Of – Foto von: Lovelyshots.de

Diese Pause fand nach ca. 650 Metern im Lower Big Horn Canyon statt, denn hier öffnete sich der Canyon und wir standen in einer farbenreichen und schönen Ebene. Wir setzten die Rucksäcke ab und machten kurz Pause – Nico packte direkt die Drohne aus um sie fliegen zu lassen. Sabine schaute sich auch ein wenig um. Ich genoss zunächst einen Muffin und einen Apfel. Danach schaute auch ich mich ein wenig um.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde überlegten wir ob wir noch weiter gehen oder umkehren. Die Sonne brannte nun brutal vom Himmel und Schatten war keiner in Sicht. Nico schaute noch ein Paar Meter weiter im Canyon wie weit es hier noch geht – an einem höheren Drop-Off kehrte er jedoch um. Sabine und ich hatten derweil ein schattigen Plätzchen an einer Canyon-Wand gefunden. Wir entschieden uns danach umzukehren. Den Weg den wir kamen hieß es nun wieder zurück zum Auto zu laufen.

Zurück zum Trailhead

Innerhalb des Canyons war ich noch gut zu Fuß. Erst als wir auf dem Canyon raus waren und wieder im Wash liefen und somit der tiefe Sand wiederkehrte baute ich deutlich ab. Mein Abstand zu Sabine und Nico wurde stets größer. Mir setzte jetzt die Mittagssonne mächtig zu. Da die Sonne nun auch anders am Himmel stand, waren die vorherigen schattigen Plätzchen im Wash nicht mehr vorhanden – Verschnaufpausen gingen nur unter Bäumen oder Büschen – und die waren rar.

Die 2.8 Km vom Viehgatter bis zum Auto wurden für mich zur Tortur. Ich hatte zwar genug getrunken und auch noch ausreichend Wasser dabei, aber mir wurde gefühlt immer schlechter – ich wurde langsamer und musste häufig stehen bleiben. Der tiefe Sand machte mich fertig. Einige Male wurde mir kurz schwarz vor Augen – ich machte also entsprechend viele Pausen. Diese Situation ließ mich gedanklich schon den morgigen Tag ab zu blasen, denn bei den Temperaturen wollte ich den Neon Canyon nicht bewandern. Ich kannte die Strecke ja teilweise von 2017 (Hike im Neon Canyon) und wusste aber dass wir morgen die sandige Alternativ-Route nehmen würden.

Die Route zurück zum Auto exakt die gleiche wie auf dem Hinweg – am Zustand hatte sich nichts geändert, ebenso nicht an der “Schönheit” der Natur – eher – langweilig. Ich hatte aber auf Grund meiner Situation auch keinen Nerv mehr für etwas schönes oder um Fotos zu machen. Ich schaute nur noch zu dass ich den Wagen so schnell wie möglich erreiche. Sabine und Nico warteten kurz vor dem Wagen auf mich, die letzten 300-400 Meter liefen wir wieder gemeinsam.

Am Wagen musste dann eine Abkühlung her – das kalte Wasser aus der Kühlbox tat gut. Ich packte meinen Campingstuhl aus und setzte mich zu den beiden – Sabine und Nico saßen hinten im Kofferraum ihres Wagens. Von meiner Überlegung, bzw. schon nahezu Entscheidung morgen nicht zum Neon Canyon zu laufen, erzählte ich den beiden. Es machte einfach wenig Sinn an der Stelle.

Entspannen in Escalante

Wir fuhren dann getrennt zurück nach Escalante – für den heutigen Tag war definitiv nichts mehr geplant. Bei den Outfitters nahm ich direkt eine Dusche um den Sand vom Körper zu kriegen und mich generell zu erfrischen. Den Rest des Tages verbrachte ich anschließend mit ein wenig Entspannung im Campingstuhl und Kochen am Abend.

Abendessen
Abendessen

Die Daten zu diesem Tag

gefahrene MeilenEscalante Outfitters >
HITRR Trailhead
> Escalante Outfitters


GESAMT:
4,7 Meilen (7,6 Km)
.
4,7 Meilen (7,6 Km)


9,4 Meilen (15,1 Km)
gelaufene MeilenHike Lower Big Horn Canyon

GESAMT:
4,66 Meilen (7,5 Km)


4,66 Meilen (7,5 Km)

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Über Mich

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