Deine (erste) USA Southwest Reise

Du planst deinen nächsten großen Urlaub und überlegst hin und her wohin es denn gehen soll ? Du hattest schon immer von den USA geträumt oder vieles bereits im Internet gelesen oder von Freunden gehört die bereits ‘drüben’ waren ? Du weißt schon genau dass es in die USA gehen soll, hast aber noch keine Ahnung wohin es dich genau verschlagen soll ?

Ich möchte dir hier tolle Tips und Anregungen geben und dir, als Ersttäter, die Angst vor der ersten USA-Reise nehmen.

Disclaimer:

Nachfolgend werde ich in Beispielen immer wieder Namen von Unternehmen aufführen die dir bei deiner Buchen hilfreich sein werden. Ich stehe nicht mit diesen Unternehmen in Partnerschaft und verdiene kein Geld durch Werbung und Nennung der Unternehmen. Produktvorstellungen basieren ausschließlich auf eigenen Erfahrungen da ich diese Produkte selbst nutzte. Ich ziehe keinen monetären Vorteil daraus.

 

Vorwort

Wie du vielleicht schon bei einem Besuch auf TakeaHike.de sehen konntest, dreht es sich derzeit überwiegend um den Südwesten der USA. Grund hierfür ist, dass ich mich in drei dieser wunderbaren Bundesstaaten schier verliebt habe – Kalifornien, Arizona und Utah. Aber der Südwesten ist weit und je nachdem wie man ihn definiert gehören auch Teile Oregons und Wyomings / Idaho hinzu.

Bisher verschlug es mich aus dieser Liebe heraus immer wieder in diese Ecke. Gezielt Anregungen, Tips und Ratschläge zu einer Reise in den mittleren Osten bzw. an die Ostküste kann ich euch an dieser Stelle nicht bieten, einfach aus mangelnder Erfahrung da es mich noch in keine der Regionen verschlagen hat. Alle allgemeinen Informationen und Tips könnt ihr aber natürlich wunderbar auch auf eine Ostküsten-Reise übertragen und anwenden.

Die Angst vor der ersten Reise

Die erste große Reise (ggf. generell die erste Reise außerhalb Europas) in die USA ist sicherlich kein einfaches. Während der Planung, Vorbereitung und vor allem kurz vor dem Antritt der Reise schwanken die Gefühlslagen zwischen Vorfreude, Aufregung, Unsicherheit und mulmigen Gefühlen. Was wird mich erwarten ? Sind die Orte an die ich mich begebe sicher ? Was passiert bei der Einreise, muss ich mir Sorgen machen ? Werde ich mich in diesen riesigen Städten wie Los Angeles oder San Francisco wohlfühlen ? Bekomme ich das mit dem Autofahren in den USA hin ? Mein Englisch ist nicht so toll, werde ich überhaupt etwas verstehen oder die Amerikaner mich ?

Die Liste könnte man durchaus weiterführen.

Auch ich hatte vor meinem ersten Roadtrip im Jahr 2014 hin und wieder Bedenken. Ich war mir wenige Wochen vor der Reise gar nicht mehr so sicher, zumal ich allein unterwegs sein würde. Was passiert wenn irgendetwas nicht klappt und es Probleme gibt ?

All diese Bedenken hat wohl jeder wenn es das erste Mal in ein fremdes Land geht. Doch in den USA sind solche Bedenken relativ unberechtigt. Wichtig ist, dass ihr nicht völlig nervös in den Urlaub fahrt und euch somit die Stimmung ruiniert. Vorort gilt das gleiche. Lasst euch nicht verrückt machen. Nehmt kleine Fehler hin. Seid achtsam und haltet euch stets an alle Regeln. Wenn ihr die Angst im Gepäck mit euch tragt wird es kein entspannter Urlaub an den ihr noch langen denken werdet.

Deine ersten Überlegungen

USA_spezial - fragezeichen.png

Nach all dem Vorgeplänkel hast du dich also für eine Reise in den Südwesten der USA entschieden. Nun geht es darum abzugrenzen was du dort drüben alles sehen und machen möchtest. Es gilt sich selbst einige Fragen zu stellen die die Route und die Art und Weise der Reise konsequent beeinflussen werden.

Was ist die richtige Reiselänge ?

Zunächst muss die Frage “wie lange kann ich Urlaub machen” geklärt werden. Aus persönlicher Erfahrung sind 3 Wochen (21 Reisetage inkl. Flüge oder 21 Reisetage ohne Flüge) ein probates Mittel um die erste Reise, oder auch eine zweite, dritte, vierte in Angriff zu nehmen. Habt ihr nur 14 Tage Zeit wirkt sich das auf eure Route und vor allem auf das was ihr alles sehen könntet massiv aus. Mit 14 Tagen könnt ihr aber auch schon etwas schönes anfangen. Mehr dazu unter dem Menüpunkt “Von der Idee zur Planung”.

 

Für eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und einer schönen abwechslungsreichen Reise sind jedoch 3 Wochen oder sogar länger eindeutig zu empfehlen.

Was ist die richtige Reisezeit?

Unabhängig vom verfügbaren Urlaub den ihr am Stück nehmen dürft gilt es die beste Reisezeit zu wählen. Für den Südwesten gilt: Juni, Juli und August sind die Monate mit den höchsten Temperaturen. Aktivitäten im Freien in Kalifornien, Arizona, Nevada und Utah, so z.B. Wandern, kann hier zur Tortur werden. Bist du mit deinen Urlaubszeiten flexibel, bieten sich für den Südwesten das Frühjahr bzw. der Frühsommer (Mai / Juni) an. Sehr beliebt ist auch der Herbst, September und Oktober.

Dies sind die beiden Peak-Zeiten für reisende im Südwesten. Nicht nur die Touristen sind unterwegs sondern auch die locals. Dies macht sich vor allem in den beliebten Nationalparks bemerkbar. Im Winter kannst du den Menschenmassen gut entgehen, bist aber eben auch vom Wetter abhängig. Man bedenke, der Grand Canyon oder der Bryce Canyon in Utah liegen auf über 2000 Höhenmeter.

Das Frühjahr hat seinen Scharm da man die ersten Blüten, saftigen Wiesen und die noch frisch  aus ihrem Winterschlaf erwachende Natur erleben kann. Der Herbst dagegen kann mit angenehmeren Temperaturen und u.a. mit dem Indian Summer glänzen.

In einschlägigen Reiseführern wie “USA – der Südwesten” findest du hierzu gute Ratschläge (Mehr dazu im Menüpunkt Literatur).

Was sagt dein Budget ?

Neben der Anzahl der Tage die euch euer Arbeitgeber gewährt hängt eine Reise in die USA natürlich auch vom verfügbaren Kleingeld ab. Seid euch bewusst dass ihr den Flug, einen Mietwagen und definitiv auch Unterkünfte bezahlen müsst. Ohne Mietwagen kommt ihr in den USA selten weit.

USA_spezial - budget_icon.pngUnterkünfte wie Hotels und Motels sind nicht überall erschwinglich. Beispielsweise schlagen Hotels in San Francisco und direkt in den weltberühmten Nationalparks ein mächtiges Loch in deinen Geldbeutel.Du hast hier jedoch noch nichts gegessen und getrunken. Ebenso keine Eintritte für Nationalparks, Vergnügungsparks, Museen usw. bezahlt, Souvenirs gekauft oder warst noch nicht in einem der tollen Outlet Center shoppen.

All diese Kosten solltest du bereits vor deinen Buchungen abwägen. Liegt dein Budget für einen 3 wöchigen Urlaub unter 2.000 EUR wird es eher sehr schwer hieraus etwas zu machen. Wenn die Reise dennoch ein Muss für dich ist, selbst bei niedrigem Budget, solltest du dich eher auf eine kürzere Reise fixieren und einen ebenso geringeren Routen-Radius wählen.

Tipp: So lässt sich zum Beispiel mit einer gezielten Kalifornien-Tour von San Francisco aus über den Highway 1 nach Los Angeles, bis runter nach San Diego und zurück über den Sequoia und Yosemite National Park einiges an Geld einsparen. Und dennoch entgehen einem nicht die Highlights des Sunshine States an der Westküste.

Wenn du bei den Buchungen des Flugs und der Mietwagen dann ein günstiges Angebot findest, bei den Hotels Abstriche in Sachen Annehmlichkeiten und Luxus machen kannst und dir z.B. gutes teures Essen nicht so sehr am Herzen liegt, kannst du auch solch eine verkürzte Reise mit etwas Mühe bei kleinerem Budget auf die Beine stellen.

Macht’s am Ende die richtige Mischung ?

Als nächstes – egal wie lange du nun unterwegs sein kannst – folgt die Frage nach der Reise Philosophie. Die Philosophie stellt in meinen Augen einen sehr wichtigen Teil der Reisevorbereitung dar. Hierzu wirst du unter dem Menüpunkt “Von der Idee zur Planung” noch mehr lesen.

Als Ersttäter wird dich sicherlich ein allumfassender Einblick in den Südwesten brennend interessieren. Dennoch solltest du dir selbst genau die Frage stellen welche Prioritäten auf deiner Reise liegen sollen. Worauf liegt dein Fokus ? Möchtest du die tollen Städte an der Westküste kennenlernen, dir San Francisco, San Diego, L.A. und vielleicht auch Las Vegas ansehen, das dortige Nachtleben genießen – das Flair der Städte aufsagen und es dir an den Stränden gut gehen lassen ? Wie lange Zeit möchtest du hierfür investieren ? Was interessiert dich dort ? Shows ? Casinos ? die Universal Studios ? die Strände ? Shoppen ? kulinarische Leckerbissen ?

Liegt dein Fokus eher auf den unbeschreiblich schönen Naturwundern des Südwestens ? Dann solltest du hier ein Auge drauf haben und deine Planung entsprechend eher auf die Natur ausrichten.Willst du von beidem gleich viel, musst du deine Planung eben so aufbauen, dass du das Gefühl hast genau die richtige Menge an Zeit in den Nationalparks bzw. “on the road” und in den Metropolen eingeplant zu haben.

Ich persönlich fand die Ausgewogenheit meines Roadtrips 2014 sehr angenehm, auch wenn ich aufgrund meiner vielen Ziele sehr häufig unterwegs war und mich nur in den Städten wirklich mehr als nur einen Tag lang aufhielt. Heute würde ich das nicht mehr so machen. Man wächst mit den Erfahrungen die man macht. Und so wird sich auch dein Reiseverhalten ändern wenn du das erste Mal im Südwesten warst und du nun für deine zweite Tour genau weißt was dich “geflasht” hat.

Ständig auf Achse oder gemütlich ?

Sehr wichtig bei der vorherigen Überlegung ist auch der Aspekt der Art und Weise wie du deinen Roadtrip aufbauen möchtest. Willst du jeden Tag “on the road” sein, jeden Tag an einem anderen Ort schlafen, dafür aber so viele Orte wie möglich mitnehmen ?

Oder möchtest du eher verweilen und genießen – teilweise ein wenig in den Tag hinein leben, dir Zeit lassen. Möchtest du wandern gehen, dich gezielt mit Fotografie an besonderen Orten beschäften, oder ganz einfach einen Strandtag in L.A. auskosten ? Manch einer genießt die Handbremse, die man allzu gerne in Urlauben anzieht, um dem stressigen Alltag zu entfliehen und sich zu entspannen. Andere wiederum brauchen ständig Action. Welcher Typ bist du ?

Zu dieser Frage findest du unter dem Menüpunkt “Von der Idee zur Planung” eine etwas detailliere Betrachtung der Aspekte mit Einbeziehung der Vor- und Nachteile.

Wie möchtest du reisen ?

Eine weitere wichtige Frage die du dir stellen musst ist die Art der Reise. Dir stehen die Türen weit offen. Du musst entscheiden welchen Luxus zu während der Reise genießen möchtest, denn genau das wird die Kosten der Reise beeinflussen.

Möchtest du mit einem Mietwagen, z.B. einem Cabrio oder einem SUV unterwegs sein und von Ort zu Ort fahren, in Hotels und Motels schlafen ? Oder schwebt dir sogar eine Wohnmobilreise vor bei der du stehts in der gewohnten Umgebung schläfst und dich nach Campingplätzen umsehen musst ? Oder bist du sogar der pure Camping-Typ, bewaffnet mit einem Mietwagen und lediglich deiner Campingausrüstung (Zelt, Schlafsack und co.) ?

Mach dir Gedanken was für dich die richtige Art zu reisen ist..

Wohnmobilreise vs. Mietwagenreise

USA_spezial - car_vs_camper.png

Diese beiden unterschiedlichen Wege bestimmen in erster Linie dein Budget. Einen Mietwagen bekommst du für 3 Wochen schon für 500-600 Euro, Mittelklasse SUVs aber ca. 700 Euro. Sie sprengen ein nicht all zu großes Loch in die Urlaubskasse.

Wohnmobile dagegen können recht teuer werden. Meist hat man hier auch keine Inklusiv-Meilen, man muss diese also separat bezahlen oder vorab mit einem recht teuren Meilenpaket buchen. Es ist eine Kontroverse zwischen Flexibilität und Kosten.

Eine Mietwagen + Hotel Reise ist in den meisten Fällen preiswerter als eine Reise mit dem Wohnmobil.  Für Hotels musst du im Schnitt mit 85 Euro pro Nacht rechnen, da du dich nicht immer in einer günstigen Gegend befinden wirst. Mancher Orts wirst du auch vernünftige Hotels/Motels zwischen 50-70 Euro finden, in anderen Gegenden wirst du mit 100-13 Euro pro Nacht rechnen müssen.

Für das Wohnmobil muss du noch die Gebühren für die Campingplätze addieren, die meist ab 30$ pro Nacht aufsteigend liegen, denn einfach irgendwo dein Lager aufschlagen ist nicht erlaubt. Ein Wohnmobil ist auch vom Spritverbrauch her Geldbeutel unfreundlicher. Eine kleine Milchmädchenrechnung für 21 Tage Mitte Mai ab Las Vegas als Beispiel.

Mietwagen700 EURWohnmobil2500 Meilen Paket
ab 2000 EUR
Hotels85 EUR x 21 = 1785 EURCamping Plätze30 EUR x 21 = 630 EUR
Benzin je nach Strecke250-300 EURBenzin je nach Strecke>> 300

*Hotel und Campingplatz-Preise im Schnitt

Bei deiner Planung musst du für ein Wohnmobil also recht genau wissen wie viele Meilen dein Paket benötigt. 2500 Meilen kosten je nach Größe des Campers ab 500 Euro oder teilweise deutlich mehr. Ausnahmen können (muss nicht sein) sogenannte Camper-Vans oder Truck-Camper sein – diese bekommt man je nach Reisesaison günstiger als die großen Wohnmobile. Um die Hotels in Städten bei einer ausgewogenen Reise kommst du jedoch nicht umher.

Bei einem normalen Mietwagen hast du bei den meisten Buchungsportalen unbegrenzte Meilen. Hierauf solltest du jedenfalls immer achten ! Entscheidest du dich für ein Wohnmobil für mehr Flexibilität bist du zwar in der Natur gut aufgehoben, in den Städten wird es aber ein wenig komplizierter.

Am günstigsten kommst du übrigens mit der bereits erwähnten Methode Mietwagen + Camping weg. Die Campgrounds für Carcamping oder Zelten sind sehr erschwinglich, meist bei 15$ pro Nacht beginnend. Wenn du noch auf Selbstverpflegung anstatt abendlichen Essen gehen setzt, sparst du viel Geld.

Wo liegen deine Interessen ?

Hast du dich für eine Planungs-Philosophie entschieden, geht es nun daran alle möglichen Quellen zu durchforsten. Du musst dir bewusst werden welche Orte du sehen möchtest und was es dort alles zu sehen und erleben geht.


Bist du dir all diesen Fragestellungen und deren Antworten bewusst, kann es weiter gehen ! Im nächsten Teil möchte ich dir meine Art und Weise der Planung näher bringen. Es wird ein wenig philosophisch, denn es gibt weit mehr als nur einen Ansatz. Folge hierzu dem ersten Link. Möchtest du lieber direkt zu den Tips und Anregungen zu der Planung springen, dann folge dem Link zur “Von der Idee zu Planung”.

 

Wie die Vorbereitung zur Philosophie wird…

 

USA Reise – Von der Idee zur Planung

 

Close

Über Mich

Über Mich

Hallo und herzlich willkommen auf takeahike.de, meine neue Reise, Hiking und Fotografie-Website. Meine Name ist Daniel und ich komme vom schönen Bodensee und möchte euch mit dieser Website meine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Geschichten aus meinen Reisen näherbringen - alles festgehalten auf Bild und Video, durch meine Augen und meine Kamera. Für mehr Infos über mich und die Idee und Story hinter takeahike.de schaut doch einfach in den Bereich "Über mich & takeahike.de"

Letzte Beiträge