USA Reise – Vorbereitung = Philosophie

Wir haben die ersten großen Fragezeichen hinter uns gebracht. Dein Entschluss steht fest. Nun heißt es deine Reise vernünftig zu planen. In den nächsten Kapiteln bringe ich dir meine Philosophie der Planung näher. Dieser Ansatz ist natürlich einer von vielen. Ich möchte dir darlegen weshalb ich auf meine, für manche Leute recht spezielle Art und Weise, plane. Du wirst bei jedem Southwest-Fan der einen Reiseblog schreibt unterschiedliche Ansätze und Ansichten finden. Dies ist auch ok. Nicht jeder Mensch ist gleich bei dem was und wie er es tut. Lass dich also inspirieren, vergleiche es mit anderen interessanten Blogs und finde daraus deinen persönlich besten Weg. Du bist der Schmied deines eigenen Glücks.

Ps: Wenn für dich die nächsten Kapitel über die Planungs-Philosophie eher egal sind, kannst du gerne diese Abschnitte überspringen um direkt im Menü zum Planung vorzustoßen. Ich möchte dir hier lediglich Gründe liefern warum die eine, oder die andere Strategie zu dir passt und warum vielleicht eher nicht….und vor allem wie sich die eigene Sicht der Dinge über die Anzahl deiner Reisen durchaus verändern kann.

 

Eine Frage der Philosophie

Planung ? brauche ich das wirklich ?

Ich gehe mal davon aus dass dies nicht deine allererste Reise in ein fremdes Land wird. Du warst ja sicherlich schon in Europa unterwegs und hast dich für die Reisen auch vorbereitet. Vielleicht ist dies auch nicht deine erste USA Reise. Vielleicht warst du schon drüben, warst aber nicht unbedingt so glücklich wie es gelaufen ist und suchst nun Verbesserungsvorschläge, Anregungen oder einfach nur Inspiration.

Vorbereitung ist in meinen Augen das A und O auf einem Roadtrip in den USA. Im Vergleich zu europäischen Club-Urlauben an denen du dich fest an einem Ort auf Mallorca befindest, immer im gleichen Hotel nächtigst und meist zwischen Pool, Meer, Cocktailbar und vereinzelten kleinen Sightseeing-Nachmittagen pendelst, kommst du ohne eine Planung der wichtigsten Routen und Orte in Amerika nicht all zu weit.

Vergleiche einfach eine Reise in die USA mit einer sehr langen Städtereise in Europa. Für eine Städtereise fährst du ja in der Regel auch nicht planlos einfach nach Rom ohne zu wissen was für tolle Plätze, Sehenswürdigkeiten und Highlights es gibt. Hier wirst du auch zuvor in Reiseführern blättern oder dich zumindest im Internet über Rom informieren. Für die USA gilt das gleiche. Es gibt aber dennoch zwei Seiten der Medaille die ich hier kurz beleuchten möchte.

Theorie 1 – Selber planen vs. Reisebüro

Nun kannst du natürlich sagen “ich habe keine Ahnung wie ich das planen soll, aber ich weiß ungefähr was ich sehen möchte”. Dann kannst du dir die Dienste eines Reisebüros in deiner Nähe oder verschiedener Online-Reiseanbieter zu Nutze machen und eine Reise aufplanen lassen. Zum örtlichen Reisebüro kann ich an dieser Stelle nicht viel berichten, da ich noch nie ein Reisebüro benötigt habe. Hab aber keine Scheu dich im Büro deines Vertrauens beraten zu lassen.

Zu den Online-Reiseanbietern gehören u.a. usareisen.de, oder auch sehr beliebt und gut canusa.de.  Diese Unternehmen bieten Individual-Reisen mit vordefinierten Routen an, bei denen du dich auf eigene Faust mit Flügen und Mietwagen oder Wohnmobil ausgestattet auf den Weg begibst. Du kannst aber auch deine persönlichen Wünsche den Unternehmen mitteilen. Kompotente Mitarbeiter planen für dich eine passende Route, zugeschnitten auf deine Präferenzen, auf die länge der Reise (Stichwort: Machbarkeit im begrenzten Zeitraum) und auf dein Budget angepasst.

Die Berater können dir auch aus Erfahrung genau sagen ob deine Vorstellungen in Anbetracht vom Budget und Wünschen überhaupt machbar wäre. Die Anbieter haben meist ein großes Portfolio, von Mietwagenreisen über Wohnmobilreisen bis hin zu Busreisen – es ist alles dabei. Oft findest du hier auch so manches Schnäppchen. Klick dich bei Interesse einfach mal durch die zahlreichen Angebote.

Dagegen steht die Option alles selbst zu planen und zu buchen. Natürlich ist dies der weitaus aufwändigere Weg für dich selbst, aber das Einlesen in die einschlägige Literatur, das googlen und suchen nach Sehenswürdigkeiten macht riesig viel Spaß. Und du bist wirklich Herr deiner eigenen Planung, kannst alles fertig planen, es wieder über den Haufen werfen, Details ändern, Orte hinzufügen oder löschen. Es liegt somit alles in deiner Hand damit es ein großartiger Roadtrip wird.

Theorie 2 – Detailplanung vs. “Free Falling”-Ansatz

“Free Falling”-Ansatz

Ganz wichtig für ein gutes Gelingen ist dein eigenes persönliches Empfinden was Reisen angeht. Sagst du dir dass du gerne in den Tag hinein lebst und einfach mal ‘schaust’ wohin es dich verschlägt, dann wäre der “Free Falling” Ansatz nicht verkehrt. Ich nenne diese Art der Reise so da man sich einfach fallen und treiben lässt. Hier planst du zwar schon in gewisser Weise das was du gerne an den jeweiligen Tagen machen würdest und wohin du fahren musst, buchst aber vorab keine Unterkünfte. Dies hat den Vorteil dass du an Orten die dir wirklich gut gefallen flexibel bist und beispielsweise noch eine Nacht und einen weiteren Tag dranhängen könntest und lieber etwas anderes streichst.

Der Nachteil dieser Flexibilität ist dass du am Abend oder späten Nachmittag bereits auf die Hotelsuche gehen musst. Hast du jedoch einen vollen Plan für deinen Tag am jeweiligen Ort, musst du diesen u.U. kürzen da die Hotelsuche ggf. auch einiger Zeit bedarf. Nicht immer findet man auf Anhieb ein freies Zimmer, geschweige denn ein bezahlbares. In direkter Nähe oder direkt in Nationalparks wirst du in den meisten Fällen kein Erfolg haben. Außerhalb der Parks, mit etlichen Minuten Fahrzeit verbunden, ist es zwar günstiger, aber auch nicht garantiert ein Zimmer zu ergattern (vor allem in den typischen Hochsaisons Mai/Juni und September/Oktober).

In Städten wie San Francisco kann es am Ende sehr teuer werden nicht von Deutschland aus vorgebucht zu haben. Die Stadt ist ohnehin sehr hochpreisig was die Hotels angeht – Flexibilität auf Kosten des vermeintlich günstigen Frühbucher-Onlinepreises ist hier eindeutig abzuwägen.

Ein weiterer Aspekt ist eine “ungenaue” oder “lasche” Tagesplanung. Wer sich nicht einschlägig mit den tollen Sehenswürdigkeiten vor der Reise beschäftigt weiß oft nicht von diesen Spots und wird sie auch nicht Vorort finden….was sehr sehr schade ist.

Ist dir das alles egal und du möchtet lieber diesen gemütlichen, flexiblen Ansatz wählen, kannst du dir eine aufwändige Detailplanung sparen. Informieren solltest du dich dennoch über die Orte die du aufsuchen möchtest damit du deine persönlichen Highlights nicht verpasst.

Detailplanung

Im Gegensatz hierzu steht die Detailplanung. Den Ansatz den ich persönlich exzessiv verfolge. Mit der Detailplanung legst du sowohl die genaue Route als auch deine Unterkünfte und deine Tagesplanung explizit fest. Das ist natürlich viel Arbeit bis du alles geplant und ausgearbeitet hast. Am Ende steht aber eine auf den Punkt auf deine Interessen abgestimmte Reise.

Ich lege die Orte fest wo ich übernachten will. Von dort aus erfolgt meine Tagesplanung. Nach der mittlerweile dritten Reise in den Südwesten habe ich nun die Erfahrung und kann gut einschätzen wie viel Zeit ich für die Orte benötige. An manchen Tagen steht nur eine große Wanderung an bei der ich von morgens bis abends unterwegs bin. Da ist es relativ leicht abzuschätzen wie viele Nächte ich bei der jeweiligen Unterkunft vorab reservieren muss. Ich muss mich nach der Wanderung nicht noch abhetzen um ein Hotel zu finden.

Dass mir dabei die Flexibilität abhanden kommt – davon bin ich definitiv nicht überzeugt. Im Gegenteil. Durch die 2014 auf dem Roadtrip entdeckte Leidenschaft zur Fotografie und auch zum Wandern im Südwesten weiß ich bei idealer Vorbereitung ganz genau was ich sehen möchte. Ich plane die für mich wichtigen Highlights. Platz für Geplänkel, mal einen ruhigen Tag zu haben, gibt es nicht.

Nicht jeder kann so reisen, das ist klar. Nicht jedem liegt es ständig einem festen Plan zu folgen. Mir ist es persönlich sehr wichtig. Und dennoch bin ich flexibel, denn das Wetter spielt z.B. nicht immer mit und Pläne zerbröseln wie trockene Kekse. Aber daher habe ich meist auch immer eine Idee im Hinterkopf was ich an diesen vom Wetter beeinflussten Tagen machen könnte.

Und ja, für mich ist solch eine Reise dennoch erholsam, denn ich entfliehe dem Alltag und mache etwas was ich daheim nur sehr selten mache. Meist siegt die Bequemlichkeit. Im Urlaub bin ich frei und mich beruhigt es mittlerweile durch die Wüsten des Südwestens zu wandern und meine Fotospots zu finden. Sicherlich können das viele nicht wirklich nachvollziehen da sich mein Plan eher nach Stress anhört. Aber wie bereits erwähnt – jeder muss es mit sich selbst ausmachen wie ER oder SIE reisen möchte.

Du siehst, man muss von seiner eigenen Fähigkeit zu reisen den persönlich besten Weg finden. Diese Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Ich habe meinen Weg definitiv gefunden und diesen werde ich nicht nur für die USA weiterhin verfolgen.

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Über Mich

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Hallo und herzlich willkommen auf takeahike.de, meine neue Reise, Hiking und Fotografie-Website. Meine Name ist Daniel und ich komme vom schönen Bodensee und möchte euch mit dieser Website meine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Geschichten aus meinen Reisen näherbringen - alles festgehalten auf Bild und Video, durch meine Augen und meine Kamera. Für mehr Infos über mich und die Idee und Story hinter takeahike.de schaut doch einfach in den Bereich "Über mich & takeahike.de"

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